Häusliche Anschaffung von Schneeschaufel, Fräse oder Pflug?

Unterschiedliche Kriterien können diese Entscheidung beeinflussen. Als Privatperson kann man sich grundsätzlich die Frage stellen für welchen Umfang das Gerät eingesetzt werden soll. Größe des zu räumenden Grundstücks, deren Lage und die Schneefallmenge sollten berücksichtigt werden. Man kann sich entweder für eine einfache und günstige Schneeschaufel oder Schneewanne entscheiden oder für eine Schneefräse.

Die Beschaffenheit des Schnees kann ein zusätzliches Entscheidungskriterium sein. Frisch gefallener, lockerer Schnee möchte mit einem Besen weggewischt oder mit Schneeschaufeln respektive Wannen weggeschoben werden.

Ist die Niederschlagsmenge erhöht und der Schnee schwer und nass lohnt es sich schwereres Geschütz aufzufahren. In solchen Fällen machen einem umfunktionierte Rasenmäher, Schneepflüge sowie die leistungsstarken Schneefräsen das Leben leichter. Kraftvolle Maschinen sind aber eine ernstzunehmende finanzielle Investition. Je nach persönlichem Budget gibt es verschiedene Möglichkeiten Schnee und Eis effizient zu beseitigen.

Als Erstes wollen wir herkömmliche Schneeschaufeln unter die Lupe nehmen.

Es ist die günstigste Art seine Hofeinfahrt vom Schnee zu befreien. Dafür brauchen Sie lediglich eine Portion Muskelkraft und Ausdauer. Dies lohnt sich nur bei kleinen Grundstücken und durchschnittlichem Schneefall. Vielleicht möchte man einige Treppen mir einem Schneebesen sauber wischen oder seine Einfahrt mit der Schaufel räumen. Schneeschaufeln bekommt man für 20 bis 40 Euro in Holz-, Kunststoff- und Metallausführung. Metall eignet sich für das Aufhacken von vereisten Stellen. Diese Schneeschaufeln haben aber ein stattliches Gewicht. Möchte man seinen Rücken schonen sollte man sich für eine Holz- oder Kunststoffschaufel entscheiden. Holzschaufeln sind preiswert und leicht, nutzen aber leicht ab und können splittern. Obwohl es sich nicht lohnt große Grundstücke von Hand zu räumen, ist die Schneeschaufel trotzdem eine lohnenswerte Investition. Sie ist vielseitig einsetzbar und leicht zu verstauen. Manchmal greift man lieber schnell zur Schneeschaufel, um kleinere Arbeiten zu erledigen, als einen professionellen Schneepflug herausholen zu müssen.

Weitere manuelle Schneeschiebgeräte sind der Schneeschieber, die Schneewanne und der so genannte Schneefuchs.

Sie funktionieren wie eine herkömmliche Schneeschaufel. Der Schnee wird jedoch weniger aufgehoben, als einfach von sich weg geschoben um eine Fläche schneefrei zu machen. Ähnlich wie bei der Schneeschaufel eignen sich diese Werkzeuge für überschaubare Gelände, da wiederum die eigene Muskelkraft eingesetzt werden muss. Der relativ neue Schneefuchs zeichnet sich durch seine bewegliche Schubdeichsel aus, welcher eine rückenschonende Räumung ermöglicht. Es ist grundsätzlich ein kleineres Räumschild, an zwei Rädern befestigt, welches vor sich her geschoben wird. Er besitzt verstellbare Schildpositionen und ein stoß gedämpftes Schild. Er ist also die perfekte Zwischenlösung, zwischen einer einfachen Schneeschaufel und einer motorbetriebenen Fräse.

Es lohnt sich auf motorisierte Geräte umzusteigen, alsbald man es mit größeren Flächen zu tun hat. Der nächstgrößere Schritt ist die einstufige Schneeschleuder.

Ihr Schleuderrad fängt den Schnee auf und wirft ihn mit einem Auswurfrohr neben sich. Im Vergleich zur zweistufigen Schneefräse hat sie den Vorteil den Schnee bis auf den Grund zu entfernen. Dies bedeutet, dass eine so genannte Schwarzräumung möglich ist und daher nicht nachgeputzt werden muss. Sie eignet sich jedoch auch nur für kleinere Plätze und lockeren Schnee, da ihre Motorenleistung nicht sehr stark ist.

Anders bei der eigentlichen Schneefräse. Ihre gezahnte Schnecke fängt den Schnee auf und befördert ihn in einem ersten Schritt in den Auswurfkanal.

Der Schnee wird zerkleinert und ein Gebläse schleudert den Schnee dann im hohen Bogen auf die Seite. Ihre Räumleistung ist wesentlich besser und sie fräst sich mühelos durch Schneeberge. Wie bereits erwähnt, fräst die zweistufige Schneefräse nicht ganz bis zum Boden. Sie läuft auf Kufen die oft in der Höhe einstellbar sind. Damit erzielt man eine Weißräumung. Vor allem bei dichtem und hartgefrorenem Schnee lohnt sich die Anschaffung dieses Typs auch für den Heimgebrauch.

Beim Kauf einer Schneefräse gibt es einige wichtige Merkmale auf die man als Käufer achten sollte um das passende Gerät zu bekommen. Die Bandbreite der offerierten Schneefräsen ist riesig. Die ausschlaggebenden Daten einer Schneefräse sind

  • Motorenleistung,
  • Räumbreite,
  • Räumleistung in Tonnen pro Stunde
  • aber auch die Wurfweite.

Der Motor einer Schneefräse muss so einiges leisten und sollte für den Privatgebrauch bei ungefähr fünf Kilowattstunden liegen.

Räumbreiten reichen von 55 Zentimetern bis zu 80 oder mehr Zentimetern. Hier fragen Sie sich am Besten wie groß die Räumbreite maximal sein darf damit Sie nirgends anecken und die Maschine leicht zu verstauen ist. Mit ca. 50 Zentimetern kommt man schon ganz gut voran.

Zudem geben Händler die Räumleistung in Tonnen an. Mit ungefähr 30 Tonnen pro Stunde erreicht man schon gute Resultate. Einige Modelle lassen sogar die Auswurfrichtung mit einem Joystick regulieren. So fällt der Schnee immer dorthin wo man ihn haben möchte. Man will schließlich später nicht nochmals den gleichen Schnee wegräumen.

Zu diesem Zweck spielt die Wurfweite wiederum eine wichtige Rolle. Ist die Wurfkraft zu schwach kann man den Schnee nicht dort platzieren wo man ihn haben möchte. Zweistufige Maschinen können also große Flächen im Handumdrehen räumen und sind somit sehr effizient. Sie erleichtern dem Nutzer aber auch die Handhabung. Zum Beispiel garantieren beheizte Griffe eine weitaus angenehmere Arbeit im kalten Winterwetter. Weitere Gadgets wie Elektrostarter und Servolenkung sind je nach Modell mit dabei.

Anstatt eine speziell für den Winter konzipierte Maschine zu kaufen kann man auch einen Traktor oder Rasenmäher umfunktionieren.

Besitzt man bereits einen leistungsstarken Rasenmäher lohnt es sich ein Schneeschild anzubringen. Diese Geräte schieben den Schnee auf die Seite und sind für große Areale geeignet. Umklapp- oder Federklappschilder garantieren erhöhte Sicherheit. Wenn das Fahrzeug nämlich auf ein Objekt trifft, klappt das Schild automatisch zu. Diese umgebauten Fahrzeuge eignen sich nur für den Privatgebrauch wenn man viele Quadratkilometer vom Schnee befreien muss.

Auf den Straßen sieht man im Winter auch oft Schneepflüge.

Wuchtige Maschinen die für den professionellen Gebrauch konzipiert sind. Sie räumen öffentliche Plätze und Straßen effizient. Sie kommen sogar auf Autobahnen und auf der Schiene zum Einsatz. Der Keilpflug wirft auf beiden Seiten Schneewälle auf. Eine Investition in umgebaute Rasenmäher und Traktoren sowie Schneepflüge lohnt sich nur für große Areale und häufige Einsätze.

Möchte man nun lieber mit einer Schneeschaufel, Schneeschleuder, Schneefräse oder sogar mit einem Schneepflug der winterlichen Pracht zu Leibe rücken?

Je nach persönlichem Budget lohnt sich ein Preisvergleich. Eine Schneeschaufel belastet den Geldbeutel nicht zu stark und ist ein Muss für jeden Haushalt mit gelegentlichem Schneefall. Eine leichte Holzschaufel bekommt man schon für ca. 10 bis 30 Euro. Eine Standard Kunststoffschneeschaufel bekommt man für 25 Euro und eine metallene für ungefähr 30 Euro.

Das nächstgrößere manuelle Gerät ist der Schneefuchs für 150 Euro. Ähnlich dem Schneeschieber, welcher man für 50 Euro erhält. Dieses Gerät gibt es auch schon in Profiausstattung für 150 Euro. Eine Bewertung von 22 Modellen finden Sie hier.

Das erste motorisierte Schneeräumgerät ist die einstufige Schneeschleuder für ca. 700 Euro. Zweistufige Schneefräsen kann man auch bereits ab 700 Euro bekommen. Wie bereits erwähnt, gibt es jedoch erhebliche Qualitäts- und Funktionsunterschiede.

Die Preise variieren daher je nach Modell stark und hier lohnt es sich die einzelnen Funktionen der Schneefräsen unter die Lupe zu nehmen. Preise gehen bis zu stattlichen 4000 Euro für Profigeräte. Peilt man einen Mittelwert von ca. 1000 Euro an und erfüllt die Schneefräse die persönlichen Vorgaben ist man auf der sicheren Seite.

Weiter gibt es Schneeschilder- und Pflüge, welche man an Rasenmäher und Traktoren anbringt. Preise rangieren von 300 bis ca. 600 Euro.

Schneeschaufeln müssen in der Wintersaison griffbereit sein. Hat man nur ein kleines Grundstück zu räumen und ist der Schnee noch leicht und frisch, ist der Schneefuchs eine effiziente Lösung. Muss man oft und umfangreiche Areale vom Schnee befreien sollte man auf motorbetriebene Geräte umsteigen. Um nicht eine unangenehme Überraschung zu erleben, weil die Motor- oder Räumleistung der Fräse zu schwach ist, lohnt es sich auf eine gute Qualität zu achten. Diese Investition lohnt sich definitiv. Von wuchtigen Schneepflügen ist im häuslichen Winterdienst abzuraten.

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